Ein tiefer Blick…

… nein, nicht ins Glas. Vielmehr in den Samenstand eines Zierlauchs. Leider hatte den eines unserer Kinder kürzlich knapp unter der Blüte abgeschnitten und weggeworfen… 🙁 Und nach ein paar Tagen in der Vase (und ohne Wasser…) wurde aus der Blüte dann dieses Kunstwerk der Natur: im Innern hatte sich eine Art „Zwiebel“ gebildet, die durch die strahlenartigen Arme der eigentlichen Blütenkugel eingefasst wird. Ein Hingucker, oder?

Küchenschelle

Noch ein weiteres Foto aus der „Küchenschellen-Serie“ – es hat einfach zu viel Spaß gemacht, sich an dem einen Objekt auszutoben: diesmal nur ein Teilausschnitt, Licht von hinten, wieder ca. 50 Bilder im Fokus-Stapel, um die enorme Schärfentiefe hinzubekommen – eine filigrane Arbeit, den Schärfering des Objektiv immer nur einen Hauch weiterzudrehen (dafür aber immer den gleichen „Hauch“…). Dank der neuen Intervallaufnahmefunktion meiner Sony a7iii aber zumindest recht komfortabel machbar.

Ein Kunstwerk aus Licht und Farben…

Es fing ganz harmlos mit einer verblühten Küchenschelle an, die ich – um sie ohne Wind fotografieren zu können – in eine Vase stellte. Und da stand sie dann, wurde vergessen – und wurde dabei immer schöner: aus den „Tentakeln“ wurden behaarte Tentakeln und mit ein paar Wassertropen und dem richtigen Licht – wow! Was eine Licht- und Farbexplosion.

Und das ganz ohne Photoshop – nur in Lightroom die Schatten und Lichter bearbeitet sowie die Farbintensität erhöht. Unglaublich, was sich durch die richtige Inszenierung mit eines LED-Taschenlampe, Fokus-Stacking (ca. 60 Bilder) und zur blauen Stunde so machen lässt.

„Sonnen-Blume“

Ein kleiner Ausflug am späten Nachmittag zur nächsten Wiese. Viele „Pusteblumen“. Aber wie macht man damit eine nette Aufnahme?

Hinlegen, Perspektiven ausprobieren und dann die Idee: voll gegen die Sonne. Dann sollte die Pusteblume leuchten. Etwas trickreich, die richtige Kombination aus Blende, Schärfe und Abstand zur Pusteblume zu finden. Aber dann sieht es doch ganz nett aus, oder?

Ein paar Meter weiter dann dieses Exemplar. Ja, es dauerte einen Moment, bis man merkt, was hier los ist: irgendein Insekt (welches?) hat hier wohl seine Brut in die Samen des Löwenzahns gelegt und dazu die Schirmchen irgendwie umgedreht. Sehr seltsam…

… und seit dem Ausflug juckt es mich überall. Zecken sind es nicht. Aber irgendwie krabbelt da wohl – neben mir – recht viel Viehzeugs auf der Wiese rum 😉

Frühlingsbote

Ein weiterer Versuch mit dem Stacken von Fotos, um eine hohe Schärfentiefe bei Makroaufnahmen zu erreichen: klappt ganz gut. Sehr zu Pass kommt dabei die nagelneue Funktion meiner Sony-Kamera, automatische alle paar Sekunden eine Aufnahme zu machen: also Kamera auf Stativ, Intervallaufnahme auf „alle 2 Sekunden“ eingestellt und dann immer nach jeder Aufnahme minimal am Fokusring des Objektivs gedreht. Man kommt so schnell auf 40-50 Einzelbilder, die dann am Computer verrechnet werden – mit beeindruckendem Ergebnis, wie ich finde.

Auf die richtige Zeit und die richtige Perspektive kommt’s an

An diesem Baum fahre ich mehr oder minder täglich vorbei. Ja, die Euche ist schon ganz beeindruckend, aber irgendwie halt „ein Baum“. Und davon gibt es hier ja nun einige.

Kürzlich war dann der richtige Zeitpunkt für ein interessantes Foto: Abendstimmung, das Rapsfeld beginnt gerade zu blühen und die Sonne schaut genau zwischen der großen Astgabel durch und wirft einen Schatten auf die Straße, der auch die Wurzel des Baums sein könnte. Zudem treiben die Blätter im frühlingshaften Hellgrün, sind aber noch ganz zart und fast durchsichtig

Nachtrag: nur zwei Wochen später ist das Rapsfeld zwar noch „gelber“, dafür sind die Blätter der Eiche jetzt schon so dicht, dass man die Äste nicht mehr sehen kann. Ostermontag war also wirklich „der Tag“ für diese Aufnahme. Glück gehabt 🙂

Fotos…

Fotografieren macht Spaß – eine wunderbare Sache zum Abschalten, da man sich ganz auf die aktuelle (Licht-)Stimmung, das Finden einer interessanten Perspektive usw. konzentriert. Daher betreibe ich es seit ein paar Jahren intensiver – es ist einfach gaaaaanz anders als mein Bürojob. Zudem „zwingt“ es einen raus in die Natur zu gehen – wenn nicht gerade die eigenen Kinder, Nachbarskinder oder… Objekt der Belichtung sind.

Seit Jahren erstellen wir jährlich Fotobücher für uns und die nähere Verwandschaft als Erinnerung an das abgelaufene Jahr. Schon häufiger wurden wir auf die Fotos darin angesprochen. Daher habe ich nun begonnen, ein paar – wie ich finde – gelungene Aufnahmen öffentlich zu machen (Facebook, Instagram). Mögen sich auch andere daran erfreuen.

Sollte Interesse bestehen, einzelne Fotografien zu erwerben, meldet Euch einfach.