Hopfengärten im Regen

Endlich regnet es mal nennenswert in der Holledau – die Natur braucht das Wasser ganz dringend!

Und kaum ist die Feuchtigkeit da, schon sprießt das Grün, insbesondere der allgegenwärtige Hopfen… Also mal schnell ein paar Fotos gemacht bevor die Sonne wieder scheint und der Hopfen zwei weitere Meter gewachsen ist.

Ein tiefer Blick…

… nein, nicht ins Glas. Vielmehr in den Samenstand eines Zierlauchs. Leider hatte den eines unserer Kinder kürzlich knapp unter der Blüte abgeschnitten und weggeworfen… 🙁 Und nach ein paar Tagen in der Vase (und ohne Wasser…) wurde aus der Blüte dann dieses Kunstwerk der Natur: im Innern hatte sich eine Art „Zwiebel“ gebildet, die durch die strahlenartigen Arme der eigentlichen Blütenkugel eingefasst wird. Ein Hingucker, oder?

Schönen Muttertag!

Statt Blumen gibt’s von mir heute – ta-taaa! – eine Blume 🙂

Nachdem das tränende Herz letztes Jahr riiiiesig war und dann von der Trockenheit und Hitze überrascht, sehr schnell verblühte, ist es dieses Jahr doch eher ein mageres Pflänzchen. Nun ja: ein nettes Motiv in Herzform, passend zum Muttertag (oder sonstigen Anlässen) gibt es trotzdem ab.

Ist wieder mal eine Aufgabe für das Fokus Stacking – war allerdings echt schwierig, da der Wind immer wieder diesen zarten Zweig bewegt hat und so ich ja doch so 30 Bild mit leicht unterschiedlichem Fokus aber Motiv an der gleichen Stelle brauche… Und ich wollte von der kärglichen Pflanze nicht auch noch was abschneiden, um die Aufnahme dann drinnen am Schreibtisch zu machen. Aber irgendwann ging’s dann mal für 30 Sekunden ohne Wind 🙂

Die liebliche Küchenschelle – mal anders…

Kaum ist die Küchenschelle (wie immer zu schnell) verblüht, kommt es fast zu einer Art zweiten Blüte: die Samenstände entwickeln sich. Und diese sind beim genauerem Hinschauen durchaus auch adrett: behaarte Fäden, die sich chaotisch in alle Richtungen recken.

Na ja: auf jeden Fall ein Foto wert. Und eine echte Herausforderung für das Fokusüberlagern aus mehreren Bildern, da sich hier so viele Details überdecken. Aber ich denke, es hat ganz gut geklappt – mit ca. 50 Einzelbildern und sehr sauberer (d.h. gleichmäßiger) manueller Fokussierung.

Ein Kunstwerk aus Licht und Farben…

Es fing ganz harmlos mit einer verblühten Küchenschelle an, die ich – um sie ohne Wind fotografieren zu können – in eine Vase stellte. Und da stand sie dann, wurde vergessen – und wurde dabei immer schöner: aus den „Tentakeln“ wurden behaarte Tentakeln und mit ein paar Wassertropen und dem richtigen Licht – wow! Was eine Licht- und Farbexplosion.

Und das ganz ohne Photoshop – nur in Lightroom die Schatten und Lichter bearbeitet sowie die Farbintensität erhöht. Unglaublich, was sich durch die richtige Inszenierung mit eines LED-Taschenlampe, Fokus-Stacking (ca. 60 Bilder) und zur blauen Stunde so machen lässt.

Ein Kitsch-Bild

Da laufe ich über unsere Terrasse und wundere mich: irgendetwas ist anders wie vorher. Was nur?

Ahhh, mmmhhh, grrrr: irgendwer hat die gerade aufblühenden Köpfe des Zierlauchs sauber kurz unterhalb der Blüte abgeschnitten. Zwei sind ganz verschwunden, ein dritter liegt neben den nun kopflosen Stängeln auf der Erde. Ich habe da ja so einen Verdacht, wer das gewesen sein könnte…

Nun ja, ab ist ab. Zum Wegwerfen zu schade. Daher lieber mal so ein richtig kitschiges Foto kreieren – so, wie es sich bei jeder Hochzeit nett machen würde.

Man nehme: das Restlicht am Abend, eine Taschenlampe zum Akzent setzen, eine Sprühflaschen mit Wasser (für Blüte und insb. für die Lichtflecken im Hintergrund = Wassertropfen auf dem Tisch), Stativ und Kamera.

Ist doch allemal besser, als sich nur über die abgeschnittene Blüte zu ärgern 🙂

„Sonnen-Blume“

Ein kleiner Ausflug am späten Nachmittag zur nächsten Wiese. Viele „Pusteblumen“. Aber wie macht man damit eine nette Aufnahme?

Hinlegen, Perspektiven ausprobieren und dann die Idee: voll gegen die Sonne. Dann sollte die Pusteblume leuchten. Etwas trickreich, die richtige Kombination aus Blende, Schärfe und Abstand zur Pusteblume zu finden. Aber dann sieht es doch ganz nett aus, oder?

Ein paar Meter weiter dann dieses Exemplar. Ja, es dauerte einen Moment, bis man merkt, was hier los ist: irgendein Insekt (welches?) hat hier wohl seine Brut in die Samen des Löwenzahns gelegt und dazu die Schirmchen irgendwie umgedreht. Sehr seltsam…

… und seit dem Ausflug juckt es mich überall. Zecken sind es nicht. Aber irgendwie krabbelt da wohl – neben mir – recht viel Viehzeugs auf der Wiese rum 😉

Gelb.

Focus stacking – das Zusammensetzen eines Bildes aus vielen Bildern mit leicht unterschiedlichem Fokus, so dass nachher ein großer Bereich scharf dargestellt wird – ist bei Fotos mit der Makrolinse durchaus sinnvoll.

Bisher habe ich es immer ohne versucht: kleine Blende, dafür aber ggf. mehr Bildrauschen und vor allem irgendwann Beugungsunschärfen, so dass dem Abblenden Grenzen gesetzt sind. Fokus stacking eröffnet da neue Möglichkeiten. Aber man muss ein wenig damit rumexperimentieren, bis man die richtigen Einstellungen gefunden und das Ergebnis ansehbar ist: wie schnell muss man sich bewegen – oder doch lieber den Fokusring am Objektiv benutzen? Welche Motive gehen gut, welche nicht?

Dieser Versuch ist ganz gelungen 🙂

Sony a7iii, 90mm f/2.8 Makro @ 90mm, 1/400s, f/3.5, ISO 160 – 17 Einzelbilder verrechnet

Aus 1 mach viele

Als wir unseren Garten vor 6-7 Jahren angelegt haben, haben wir in der Böschung eine Mischung von „Frühlingszwiebelmischung zum Auswildern“ sparsam an ein paar Stellen gesetzt.

Nun sind aus diesen einzelnen Farbpünktchen schon richtige Farbkleckse geworden, die unter den Büschen ein erstes Lebenszeichen des Gartens geben.

Auch hier wieder die Frage: was ist das, was hier ganz nah vor die Linse gekommen ist? Etwas weiter unten die Auflösung…

Sony a7iii mit 90mm f/2.8 Makro @ 90mm, 1/400s, f/6.3, ISO 8000

Richtig: Traubenhyazinthen – die fühlen sich bei uns sehr wohl und haben schon ganze Felder gebildet.

Sony a7iii mit 90mm f/2.8 Makro @ 90mm, 1/400s, f/2.8, ISO 640