Gelb.

Focus stacking – das Zusammensetzen eines Bildes aus vielen Bildern mit leicht unterschiedlichem Fokus, so dass nachher ein großer Bereich scharf dargestellt wird – ist bei Fotos mit der Makrolinse durchaus sinnvoll.

Bisher habe ich es immer ohne versucht: kleine Blende, dafür aber ggf. mehr Bildrauschen und vor allem irgendwann Beugungsunschärfen, so dass dem Abblenden Grenzen gesetzt sind. Fokus stacking eröffnet da neue Möglichkeiten. Aber man muss ein wenig damit rumexperimentieren, bis man die richtigen Einstellungen gefunden und das Ergebnis ansehbar ist: wie schnell muss man sich bewegen – oder doch lieber den Fokusring am Objektiv benutzen? Welche Motive gehen gut, welche nicht?

Dieser Versuch ist ganz gelungen 🙂

Sony a7iii, 90mm f/2.8 Makro @ 90mm, 1/400s, f/3.5, ISO 160 – 17 Einzelbilder verrechnet

Aus 1 mach viele

Als wir unseren Garten vor 6-7 Jahren angelegt haben, haben wir in der Böschung eine Mischung von „Frühlingszwiebelmischung zum Auswildern“ sparsam an ein paar Stellen gesetzt.

Nun sind aus diesen einzelnen Farbpünktchen schon richtige Farbkleckse geworden, die unter den Büschen ein erstes Lebenszeichen des Gartens geben.

Auch hier wieder die Frage: was ist das, was hier ganz nah vor die Linse gekommen ist? Etwas weiter unten die Auflösung…

Sony a7iii mit 90mm f/2.8 Makro @ 90mm, 1/400s, f/6.3, ISO 8000

Richtig: Traubenhyazinthen – die fühlen sich bei uns sehr wohl und haben schon ganze Felder gebildet.

Sony a7iii mit 90mm f/2.8 Makro @ 90mm, 1/400s, f/2.8, ISO 640

Eisblumen – großflächig

Eisblumen kennt man ja. Aber gleich quadratmeterweise?

Beim Frühstückbereiten fällt der Blick in den Wintergarten: wow! das ganze Dach ist überzogen von riesigen Eisblumen. Leider keine Zeit für ausführliche Fotosession, ausprobieren des passenden Lichts, um die Blumen noch besser zum Blühen zu bringen. Also muss da Handy herhalten. Dann noch ein wenig Nachbearbeitung in Lightroom – mehr geht gerade nicht.

Apple iPhone 7+ @3,99mm, f/1,8, 1/1000s, ISO 20

Zeitfenster: 1 Minute

Kinder am Duschen, kurzer Blick aus dem Badezimmerfenster: WOW !!!!

Absolut unglaubliche Färbung des Himmels. Natürlich ist die große Kamera nicht in der Nähe. Und das Farbenspiel ändert sich quasi beim Hinschauen.

Es gilt mal wieder: die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Also Handy gezückt und diesen fantastischen (oder kitschigen?) Moment festgehalten. In Lightroom dann die Farbdynamik an das ebene Gesehene angepasst und fertig ist die Erinnerung an diesen perfekten Augenblick.

Ausnahmsweise machen sich die orangen Natriumdampf-Straßenlaternen mal gut: einerseits passt die Farbe zum „unteren Ende“ des Himmels. Andererseits bilden sie eine Diagonale und leiten damit – zusammen mit dem schwarzen, ansteigenden „Horizont“ aus Haus und Bäumen – durch das Foto.

Apple iPhone 7+ @ 6,6 mm, 1/50s, f/2.8, ISO 160

Frühling wird’s

Die ersten warmen Tage – und schon summt und brummt es wieder in unserem Garten. Zeit, der Tier- und Pflanzenwelt mit dem Makroobjektiv auf die Pelle zu rücken – das liegt es schon seit Monaten unbenutzt in der Kameratasche.

Ein Schneeglöckchen vor der Haustüre wird damit sehr romantisch vor cremig-verlaufendem Hintergrund (ok, das sind die Pflastersteine des Weges…)

Sony a7iii mit 90mm f2.8 Makro @ 90mm, 1/640s, f/10, ISO5000

Die Wildbienen sind auch schon wach und machen sich über die Christrosen her, die gerade in voller Blühte stehen…

Sony a7iii mit 90mm f/2.8 Makro @ 90mm, 1/640s, f/11, ISO1000

… oder auch über die Blühten des Winterschneeballs (obwohl mir als Laie das mehr nach einer Honigbiene ausschaut, aber was soll’s)

Sony a7iii mit 90mm f/2.8 Makro @ 90mm, 1/1000s, f/6.3, ISO 1000

Ungewohnte Perspektive

Windkraftanlagen gibt es auch in der Hallertau immer mehr. Und per se sind die ja nun nicht schön in der Landschaft (nein, bitte keine Diskussion pro und contra Windenergie…!)

Aber aus ungewohnter Perspektive – am Fundament der Anlage lehnend und senkrecht nach oben in den blauen Himmel der Holledau schauend – sieht auch eine Windmühle ganz interessant aus.

Jetzt gilt es noch eine passende Belichtungszeit zu finden, so dass die Flügel trotz der erheblichen Geschwindigkeit noch scharf sind. Und auch eine Blende muss her, so dass möglichst viel von dem Turm scharf ist. Und gleichzeitig soll das Bild nicht durch einen zu hohen ISO-Wert verrauschen. Und dann sollen die Flügel ja bitte auch noch adrett alle zu sehen sein ohne unsymmetrisch zu wirken.

Moderne Kameras mit niedrigem Rauschen und Serienbildfunktion erlauben das. Siehe selbst:

Sony a7iii mit 24-105mm f4 @ 34mm, f/14, 1/160s, ISO 320

Der Zauber der Holledau

Spätwinter, klare Luft, nicht zu kalt. Kein Mensch weit und breit. Leere Hopfengärten. Leere Straßen und Wege. Ein Reh huscht vorbei und verschwindet im Gebüsch. Und die Sonne geht in klarer Luft an einem kitschigen Himmel unter. Oberbayern hat auch abseits des Voralpenlandes seine schönen Seiten – hier nämlich 🙂

Sony a7iii mit 24-105mm f4 @ 61mm f/10, 1/320s, ISO 400 – aus der Hand
Sony a7iii mit 24-105mm f4 @ 65mm f/10, 1/320s, ISO 320 – aus der Hand

Hopfengärten zum Ende des Winters

Das landschaftsprägende Element der Holledau sind die Hopfengärten. Aber nicht nur die „Stangen“ und der „Drahtverhau“ habe ihre interessanten Seiten, auch der Wandel über die Jahreszeiten ist massiv: trist und leer fast 6 Monate im Jahr, dann plötzlich schießt der Hopfen aus dem Boden und 4 oder 5 Meter in die Höhe. Und das binnen weniger Wochen – nur wenige Pflanzen wachsen schneller wie Hopfen! Man steht plötzlich vor grünen Wänden überall. Und schon im September oder Oktober ist wieder Schluss…

Aus fotografischer Sicht ist also meist was geboten. Aktuell sind es die leeren Gärten mit Schneeresten. Durch die Erdwälle rund um die eingezogenen Pflanzen taut der Schnee ungleichmäßig: im Süden schnell, im Norden langsam. Und damit entstehen großflächige, interessante Steifenmuster in der Landschaft. Paart man das dann noch mit passendem Wetter und Himmel, wird’s interessant.

Sony a7iii mit 24-105mm F4 G OSS @ 49mm f/11, 1/200s, ISO 1600 – aus der Hand
Sony a7iii mit F4-105mm F4 G OSS @ 24mm f/13, 1/125s, ISO 320, aus der Hand
Sony a7iii mit 24-105mm F4 G OSS @ 96mm f/13, /400, ISO 3200 – aus der Hand
Sony a7iii mit 24-105mm F4 @ 105mm f/7.1, 1/500s, ISO 8000 – aus der Hand